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liegt", habe er hinzugesetzt, "so stehen Sie ab
on diesem Gedanken; es liege nicht weit
von hier
eine Schenke; so schlecht und unbequem sie sein mag, so übernachten Sie lieber
daselbst, als
daß Sie sich in dieser dunkeln Nacht unnötig der Gefahr preisgeben."
Der Mann, der
ihnen dies geraten, habe sehr ehrlich und rechtlich ausgesehen, und die Gräfin
habe in der Angst
vor einem Räuberanfall befohlen, an dieser Schenke stillezuhalten.
Der Jäger hielt es für seine
Pflicht, die Damen von der Gefahr, worin sie schwebten, zu
unterrichten. Er ging in das andere
Zimmer, und bald darauf öffnete er die Türe, welche von
dem Zimmer der Gräfin in das des
Studenten führte; die Gräfin, eine Dame von etwa vierzig
Jahren, trat vor Schrecken bleich zu
dem Studenten heraus, und ließ sich alles noch einmal
von ihm wiederholen. Dann beriet man
sich, was in dieser mißlichen Lage zu tun sei, und
beschloß, so behutsam als möglich
die zwei Bedienten, den Fuhrmann und die Handwerksbursche
herbeizuholen, um im Fall eines Angriffs, wenigstens gemeinsame
Sache machen zu können.
Als dieses bald darauf geschehen war,
wurde das Zimmer der Gräfin gegen die Hausflur hin
verschlossen, und mit Kommoden und
Stühlen verrammelt. Sie setzte sich mit ihrer Kammerfrau
aufs Bette, und die zwei Bedienten hielten bei ihr Wache. Die früheren Gäste
aber und der
Jäger setzten sich im Zimmer des Studenten um den Tisch, und beschlossen,
die Gefahr zu
erwarten. Es mochte jetzt etwa zehn Uhr sein, im Hause war alles ruhig und
still, und noch machte man keine Miene,
die Gäste zu stören. Da sprach der Zirkelschmidt:
"Um wach zu bleiben, wäre es wohl
das beste, wir machten es wieder wie zuvor; wir erzählten
nämlich, was wir von allerlei Geschichten wissen, und wenn der Herr Jäger
nichts dagegen
hat, so könnten wir weiter fortfahren." Der Jäger aber hatte nicht nur
nichts dagegen
einzuwenden, sondern um seine Bereitwilligkeit zu zeigen, versprach er, selbst
etwas zu erzählen.
Er hub an:
Zweite Abteilung
Als
Peter am Montagmorgen in seine Glashütte ging, da waren nicht nur seine Arbeiter
da, sondern auch
andere Leute, die man nicht gerne sieht, nämlich der Amtmann und drei
Gerichtsdiener. Der Amtmann wünschte
Petern einen guten Morgen, fragte wie er geschlafen,
und zog dann ein langes Register heraus, und darauf waren Peters Gläubiger
verzeichnet.
"Könnt Ihr zahlen oder nicht?" fragte der Amtmann mit strengem Blick, "und
macht es nur
kurz, denn ich habe nicht viel Zeit zu versäumen, und in den Turm ist es
drei gute Stunden."
Da verzagte Peter, gestand, daß er nichts mehr habe, und überließ
es dem Amtmann,
Haus und Hof, Hütte und Stall, Wagen und Pferde zu schätzen; und als
die Gerichtsdiener
und der Amtmann umhergingen und prüften und schätzten, dachte er, bis
zum Tannenbühl
ist's nicht weit, hat mir der Kleine nichts geholfen, so will ich es einmal mit
dem Großen
versuchen. Er lief dem Tannenbühl zu, ihm
auf den Fersen wären, es war ihm, als er an dem Platz vorbeirannte, wo er
das Glasmännlein
zuerst gesprochen, als halte ihn eine unsichtbare Hand auf, aber er riß sich
los und lief
weiter, bis an die Grenze, die er sich früher wohl gemerkt hatte, und kaum
hatte er, beinahe
atemlos: "Holländer-Michel, Herr Holländer-Michel" gerufen, als auch
schon der riesengroße
Flözer mit seiner Stange vor ihm stand. "Kommst
du?" sprach dieser lachend; "haben sie dir die Haut abziehen und deinen
Gläubigern verkaufen wollen? Nun,
sei ruhig; dein ganzer Jammer kommt, wie gesagt, von dem
kleinen Glasmännlein, von dem Separatisten und Frömmler her. Wenn man
schenkt, muß
man gleich recht schenken, und nicht wie dieser Knauser. Doch komm", fuhr er fort,
und wandte sich
gegen den Wald, "folge mir in mein Haus, dort wollen wir sehen, ob wir
handelseinig werden."
"Handelseinig?" dachte Peter. "Was
kann er denn von mir verlangen, was kann ich an ihn verhandeln?
Soll ich ihm etwa dienen, oder was will er?" Sie gingen zuerst über einen
steilen
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