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Das kalte Herz

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Geld zu haben, als der dicke Ezechiel. Wie Rauch war alles verschwunden. Der Wirt und Ezechiel sahen ihn staunend an, als er immer suchte und sein Geld nicht finden konnte, sie wollten ihm nicht glauben, daß er keines mehr habe, aber als sie endlich selbst in seinen Taschen suchten, wurden sie zornig und schwuren, der Spiel- Peter sei ein böser Zauberer, und habe all das gewonnene Geld und sein eigenes nach Hause gewünscht. Peter verteidigte sich standhaft, aber der Schein war gegen ihn; Ezechiel sagte, er wolle die schreckliche Geschichte allen Leuten im Schwarzwald erzählen, und der Wirt versprach ihm, morgen mit dem frühesten in die Stadt zu gehen, und Peter Munk als Zauberer anzuklagen, und er wolle es erleben, setzte er hinzu, daß man ihn verbrenne. Dann fielen sie wütend über ihn her, rissen ihm das Wams vom Leib und warfen ihn zur Türe hinaus. Kein Stern schien am Himmel, als Peter trübselig seiner Wohnung zuschlich, aber dennoch konnte er eine dunkle Gestalt erkennen, die neben ihm her schritt und endlich sprach: "Mit dir ist's aus, Peter Munk, all deine Herrlichkeit ist zu Ende, und das hätt ich dir schon damals sagen können, als du nichts von mir hören wolltest, und zu dem dummen Glaszwerg liefst. Da siehst du jetzt, was man davon hat, wenn man meinen Rat verachtet. Aber versuch es einmal mit mir, ich habe Mitleiden mit deinem Schicksal; noch keinen hat es gereut, der sich an mich wandte, und wenn du den Weg nicht scheust, morgen den ganzen Tag bin ich am Tannenbühl zu sprechen, wenn du mich rufst." Peter merkte wohl, wer so zu ihm spreche, aber es kam ihn ein Grauen an; er antwortete nichts, sondern lief seinem Haus zu. Bei diesen Worten wurde der Erzähler durch ein Geräusch vor der Schenke unter brochen. Man hörte einen Wagen anfahren, mehrere Stimmen riefen nach Licht, es wurde heftig an das Hoftor gepocht, und dazwischen heulten mehrere Hunde. Die Kammer, die man dem Fuhrmann und den Handwerksburschen angewiesen hatte, ging nach der Straße hinaus; die vier Gäste sprangen auf und liefen dorthin, um zu sehen, was vorgefallen sei. Soviel sie bei dem Schein einer Laterne sehen konnten, stand ein großer Reisewagen vor der Schenke; soeben war ein großer Mann beschäftigt, zwei verschleierte Frauen aus dem Wagen zu heben, und einen Kutscher in Livree sah man die Pferde abspannen, ein Bedienter abe r schnallte den Koffer los. "Diesen sei Gott gnädig", seufzte der Fuhrmann; "wenn diese mit heiler Haut aus dieser Schenke kommen, so ist mir für meinen Karren auch nicht mehr bange." "Stille!" flüsterte der Student. "Mir ahnet, daß man eigentlich nicht uns, sondern dieser Dame auflauert; wahrscheinlich waren sie unten schon von ihrer Reise unterrichtet; wenn man sie nur warnen könnte! Doch halt! Es ist im ganzen Wirtshaus kein anständiges Zimmer für die Damen, als das neben dem meinigen. Dorthin wird man sie führen. Bleibet ihr ruhig in dieser Kammer, ich will die Bedienten zu unterrichten suchen." Der junge Mann schlich sich auf sein Zimmer; löschte die Kerzen aus, und ließ nur das Licht brennen, das ihm die Wirtin gegeben. Dann lauschte er an der Türe. Bald kam die Wirtin mit den Damen die Treppe herauf, und führte sie mit freundlichen, sanften Worten in das Zimmer nebenan. Sie redete ihren Gästen zu, sich bald niederzulegen, weil sie von der Reise erschöpft sein werden; dann ging sie wieder hinab. Bald darauf hörte der Student schwere männliche Tritte die Treppe heraufkommen; er öffnete behutsam die Türe, und erblickte durch eine kleine Spalte den großen Mann, welcher die Damen aus dem Wagen gehoben; er trug ein Jagdkleid, und hatte einen Hirschfänger an der Seite, und war wohl der Reisestallmeister, oder Begleiter der fremden Damen. Als der Student bemerkte, daß dieser allein heraufgekommen war, öffnete er schnell die Türe, und winkte dem Mann, zu ihm einzutreten. Verwundert trat dieser näher, und ehe er noch fragen konnte, was man von ihm wolle, flüsterte ihm jener zu: "Mein Herr! Sie sind heute nacht in eine Räuberschenke geraten." Der Mann erschrak; der Student zog ihn aber vollends in seine Türe, und erzählte ihm, wie verdächtig es in diesem Hause aussehe. Der Jäger wurde sehr besorgt, als er dies hörte; er belehrte den jungen Mann, daß die Damen, eine Gräfin und ihre Kammerfrau, anfänglich die ganze Nacht durch haben fahren wollen; aber etwa eine halbe Stunde von dieser Schenke sei ihnen ein Reiter begegnet, der sie angerufen und gefragt habe, wohin sie reisen wollten; als er vernommen, daß sie gesonnen seien, die ganze Nacht durch den Spessart zu reisen, habe er ihnen abgeraten, indem es gegenwärtig sehr unsicher sei. "Wenn Ihnen am Rat eines redlichen Mannes etwas
  
Bürgerliches Gesetzbuch BGB
von Helmut Köhler
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Die Geschichte von der abgehauenen Hand
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